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Das Rätselraten über die ungewisse Zukunft der schönen Naturbühne in Gföhl hat ein Ende. Rochus Millauer gab heute via Facebook bekannt, dass er diesen Sommer in Gföhl den “Schatz im Silbersee” inszenieren wird. Das Ensemble steht bereits fest: Maximilian Spielmann und Oliver Roitinger werden nach ihrem großen Debüt in Winzendorf im Jahr 2011 zum zweiten Mal das beliebte Blutsbrüderpaar spielen. In Kürze wird auch die offizielle Website online gehen. Mit Rochus Millauer kehrt ein Mann zurück nach Gföhl, der wie kein Zweiter diese Bühne geprägt hat. Sein Erfolgsgeheimnis: “Wenn ich ein Drehbuch schreibe, dann habe ich immer einen Film vor Augen. Meine Karl-May-Inszenierungen sollen wie ganz großes Kino auf die Zuschauer wirken.”

Lange war die Website von den Karl May Festspielen in Winzendorf offline, und nach der schlechten Inszenierung von “Winnetou II” im vergangenem Sommer entstand ein großes Rätselraten um die Zukunft der Bühne. In einem Punkt waren sich alle Kritiker aber einig: mit den drei Hauptdarstellern würde man im nächsten Jahr das Publikum endgültig vergraulen. Ein Winnetou, der wie in einem Musical lachend über die Bühne tanzt, kommt nun mal bei den Fans nicht an. Das dürfte mittlerweile auch der Bühnenbesitzer Martin Exel verstanden haben, denn er sucht in diversen deutschen Jobforen nach einem neuen Winnetou für die diesjährige “Ölprinz” Inszenierung. Warum er allerdings nicht auf die bewährten Darsteller aus Österreich zurückgreift, bleibt nach wie vor ein Rätsel.  Aber wenn schon der Möchtegern-Winnetou gehen muss, dann soll man auch bitte gleich die Tür für den Shatterhand-Darsteller aufhalten und ihn samt seiner schmierigen Perücke und dem Sam Hawkens Darsteller mit seinen nicht vorhandenen Reitkünsten hinterher schicken. Kommt Zeit, kommt Tür. Hoffentlich! Und wenn man schon dabei ist, sollte man sich gleich nach einem neuen Drehbuchautor umsehen, damit man in Winzendorf endlich wieder auf eine echte Karl May Inszenierung hoffen kann. Naja, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt …

Quelle: Karl May Festspiele Weitensfeld

Wer die Faszination von Karl May auf einer Freilichtbühne in Österreich erleben will, kommt nur noch in Kärnten auf seine Kosten. Nach den fragwürdigen baulichen Veränderungen in Winzendorf und nach dem Aus in Gföhl ist Weitensfeld die einzig verbleibende Freilicht- und Naturbühne Österreichs, auf der hierzulande Karl-May-Inszenierungen aufgeführt werden. Traurig, aber wahr. Dafür lohnt sich aber die weite Anreise, denn Weitensfeld ist die größte Naturbühne Europas. In diesem Jahr wurde dort das Stück “Winnetou und der Ölprinz” in einer sehr freien Inszenierung umgesetzt. Noch zweimal reitet Thomas Koziol am kommenden Wochenende als Winnetou über die Bühne, der sein Volk gegen den korrupten Geschäftsmann Mr. Grinley, der auch “Ölprinz” genannt wird, schützen will. Grinley will gemeinsam mit den Finders-Banditen die Apachen von ihrem Land vertreiben und sein Imperium ausdehnen. Winnetou erhält Unterstützung von Old Firehand, der sich in Grinleys Nichte Michelle verliebt. Als Ölprinz ist übrigens Leandros Caras zu sehen, der auch auf eine Karriere als Sam Hawkens zurück blicken kann. In dieser Saison hat er die Rollen gewechselt und gibt nun erstmals den Bösewicht.

Info: www.karlmayfestspiele.at

Wer diesen Sommer die Website der Karl-May-Bühne in Gföhl besuchte, fand dort nur gähnende Leere. Auf dem Programm für diesen Sommer stand ursprünglich “Der Ölprinz”. Sascha Hödl hätte in dieser Inszenierung sogar den Häuptling Mokashi spielen sollen. Der talentierte Nachwuchsschauspieler war den Verantwortlichen von Gföhl im vergangenem Jahr in der Winzendorfer Inszenierung von “Winnetou I” in der Rolle des Tangua positiv aufgefallen. So stand schon während der Saison 2011 fest, dass Hödl in der Saison 2012 gleich in zwei Karl May Stücken zu sehen sein wird, nämlich in Gföhl und in Winzendorf. Um dies zu ermöglichen, und um nicht mit Winzendorf konkurrieren zu müssen, wurden die geplanten Vorstellungen in den Monat Juli gelegt. Doch es sollte alles anders kommen. Ganz plötzlich wurden stillschweigend sämtliche Inhalte mit Bezug zu Karl May von der Gföhler Website entfernt und die Saison abgesagt. Bislang gab es noch kein offizielles Statement von der Geschäftsführung. Man hält sich mit Aussagen gegenüber der Öffentlichkeit sehr bedeckt, was unwillkürlich zu Spekulationen führt. Aus Insiderkreisen geht inzwischen hervor, dass sich die Gföhler Geschäftsführung über die Maßen verkalkuliert haben soll. Laut Gerüchten seien bereits im letzten Jahr deshalb auch keine Gagen an die Schauspieler gezahlt worden, und jenen Schauspielern, die eine Gagenforderung stellten, habe man angeblich sogar die Freundschaft gekündigt und ein Hausverbot erteilt. Da noch immer kein offizielles Statement aus Gföhl vorliegt, bleibt abzuwarten, wie die Zukunft der schönen Naturbühne aussehen wird. Ersten Gerüchten zufolge plant man die Bühne mit Ritterspielen zu retten, die sich in Österreich großer Beliebtheit erfreuen. Ob dort allerdings jemals wieder Karl May gespielt wird, ist derzeit ungewiss. In Gföhl wäre man sicher gut beraten, wenn man über ein Comeback von Rochus Millauer und Rainer Vogl nachdenken würde. Die beiden haben über viele Jahre die Gföhler Bühne zum Inbegriff der österreichischen Karl-May-Szene gemacht und in Winzendorf im vergangenem Jahr eine grandiose werkgetreue Inszenierung von “Winnetou I” auf die Beine gestellt. Winnetou Web Austria wird weiter berichten.

Mit einem neuen Ensemble auf einer erstmals überdachten Bühne ist man in Winzendorf in die Saison 2012 gestartet. Gespielt wird der Klassiker Winnetou II. Winnetou Web Austria war vor Ort und hat Eindrücke gesammelt.

Das neue Stück beginnt mit einer unschuldigen Romanze: Ribanna, Tochter des Häuptlings der Assiniboins trifft sich heimlich in den Bergen mit Parranoh. Beide feiern an diesem Tag ihren 16. Geburtstag und gestehen sich ihre Liebe. Da erscheint plötzlich ein Feuerregen aus einer Höhle, und die Stimme eines Geistes ertönt, der über einen verborgenen Goldschatz wacht. Parranoh will das Gold an sich bringen, doch der Geist gewährt ihm keinen Zutritt und sagt ihm, dass das Gold in sieben Jahren freigegeben wird, wenn ein Mann und eine Frau aus verschiedenen Völkern sich lieben und das Gold zum Wohle aller einsetzen wollen. Ribanna und Parranoh fühlen, dass sie beide damit gemeint sind. Parranoh gelingt es aber dennoch, ein kleines Stück Gold an sich zu bringen. Da taucht sein Vater auf, der ihm einschärft, dass Gold nur Unglück über die Menschen bringt. Ribannas jüngerer Bruder Eiserne Faust beobachtet die Szene. Er weiß nicht, was da genau vor sich geht, doch er wähnt seine Schwester in Gefahr und erschießt Parranohs Vater. Da seine Mutter einst ebenfalls von Indianern getötet wurde und er nun auch seinen Vater sterben sieht, stößt er Ribanna von sich und schwört Rache.

Sieben Jahre später: Ribannas Vater ist inzwischen gestorben, und ihr Bruder Eiserne Faust ist Stammeshäuptling der Assiniboins. Parranoh hat mexikanische Banditen um sich geschart. Er terrorisiert die Gegend und schiebt die Schuld den Assiniboins in die Schuhe. Sein Ziel: er will den Goldschatz an sich bringen. Dem Volk der Assiniboins geht es sehr schlecht. Sie sind auf das Gold angewiesen, um zu überleben. Winnetou und Old Shatterhand helfen den Indianern und den Bewohnern der Stadt Little Town gegen Parranoh und seine Banditen. Als Winnetou zum ersten Mal auf Ribanna trifft, rettet er sie vor einem Bären. Die beiden verlieben sich, doch hat Ribanna wirklich keine Gefühle mehr für Parranoh? Bei den Banditen kommt es zu Streitigkeiten, und Parranoh wird als Anführer abgesetzt. Als er sich allein auf die Suche nach dem Gold macht, trifft er wieder auf Ribanna. In einem rührenden Moment finden die beiden wieder zu ihrer alten Liebe zurück, und Parranoh beschließt, Ribanna zu helfen. Die Banditen wollen ebenfalls das Gold an sich bringen, und so kommt es zum Showdown in den Bergen.

Bewertung: Mit Winnetou II versucht man mit einem neuen Ensemble unter neuer künstlerischer Leitung an die vergangenen Erfolge anzuknüpfen. Das gelingt auch recht gut. Die Handlung ist wie schon zu Zeiten von Rochus Millauer sehr temporeich und emotionsgeladen inszeniert. So manche große Bühne könnte hier noch einiges lernen. Insbesondere sind hier die Szenen mit Linda Holly als Ribanna und Georg Blume als Parranoh zu nennen. Georg Blume kann an seine vergangenen Erfolge anknüpfen, und man fühlt sich zurückversetzt an jene Sternstunden, in denen er mit Regine Rieger auf der Bühne stand und das Publikum verzauberte. Blume und Holly sind die eigentlichen Stars dieser Inszenierung, und schon allein um ihre Auftritte zu genießen, lohnt sich der Besuch in Winzendorf. Alexander di Capri als Winnetou und Leopold Selinger als Old Shatterhand wirken dagegen eher wie farblose Randfiguren. Sie lachen und scherzen miteinander, ihr Zusammenspiel wirkt gekünstelt, und Winnetou ist nicht mal in der Lage, seinen eigenen Namen richtig auszusprechen – wer bitte ist Uinnitu? Und mal ehrlich, ein lachender Winnetou geht gar nicht. Den edlen Apachenhäuptling kauft man Alexander di Capri einfach nicht ab, die Rolle eines Banditen würde ihm dagegen viel besser stehen. Einen so unedlen Winnetou und einen so farblosen Shatterhand hat es in Winzendorf bislang noch nie gegeben. Da darf dann auch mal die Frage erlaubt sein, was sich die Regie dabei gedacht hat – oder war das laut Drehbuch so vorgegeben? Wenn man schon solche hochkarätigen Schauspieler für diese Rollen verpflichtet, dann sollte man doch erwarten können, dass man aus ihnen auch entsprechende Leistungen herausholt. Da Leopold Selinger von Natur aus dunkle Haare hat, wurde ihm für die Rolle des Old Shatterhand eine blonde Perücke verpasst – oder hat man nur die Haare gefärbt? Wie auch immer, es sieht einfach nur komisch aus. Die dunklen Haare würden eigentlich gar nicht stören. Aber es kommt noch dicker. Sam Hawkins wird ja bekanntlich auf allen Karl May Bühnen als Witzfigur dargestellt. Das ist auch gut so und soll auch so sein. Doch was man in diesem Jahr in Winzendorf erlebt, entbehrt jeder Beschreibung. Die Figur, die da unter dem Namen Sam Hawkins über die Bühne torkelt, ist ein hilfloser und versoffener Volltrottel, der ständig kotzen muß und nicht weiß, wo sein Pferd geblieben ist. Er ist so gut wie gar nicht am eigentlichen Geschehen beteiligt, und man hätte seine Rolle genauso gut aus dem Drehbuch streichen können. Schade. Positiv ist dann aber wieder Sascha Hödl in der Rolle des jungen Häuptlings Eiserne Faust. Er war in den vergangenen Jahren bereits Mitglied im Stammensemble und hat sich seither weiterentwickelt. Man kann sogar durchaus die Frage stellen, ob er nicht der bessere Winnetou für diese Inszenierung gewesen wäre.

Inhaltlich wurde das Stück sehr frei nach Karl May inszeniert. Vom eigentlichen Buch findet sich im Stück außer den Namen der Personen gar nichts wieder. Im Buch wurde Ribanna von Parranoh getötet. Eine Romanze gab es im Buch zwischen ihr und Old Firehand. Um der Vorlage etwas gerechter zu werden, hätte man also in dieser Inszenierung eine Romanze zwischen Ribanna und Old Shatterhand bringen können. Dann wären auch immer noch die Bedingungen des Geistes zur Freigabe des Goldes erfüllt gewesen. Das Stück hätte dann dramatisch enden können, indem Parranoh stirbt und Ribanna mit sich in den Tod reißt. Bei dieser Variante wäre auch die Freundschaft von Winnetou (der ja auch in Ribanna verliebt war) und Old Shatterhand auf eine harte Bewährungsprobe gestellt worden und hätte Stoff für tolle Dialoge zwischen den Blutsbrüdern geliefert.

Es kommt aber in der Inszenierung zu einem – eher unerwarteten – Happy End für Parranoh und Ribanna, und dadurch entsteht ein Konflikt, der nicht aufgelöst wird. Wir erinnern uns: bevor Parranoh zur Besinnung kommt und Ribanna hilft, war er Anführer der Banditen und hat gemordet und geplündert. Und darüber soll nun hinweg gesehen werden, nur weil er wieder Ribanna liebt? Keine Strafe für den mehrfachen Mörder? Und was will man dem Zuschauer dadurch vermitteln? Diese Inszenierung schreit förmlich nach einem tragischen Ende. Parranoh und Ribanna hätten beide sterben müssen. Dann wäre der Konflikt nicht entstanden und Winnetou und Old Shatterhand hätten noch eindrucksvoller aufzeigen können, dass die Gier nach Gold der Ursprung des Verderbens ist.

Fazit: Insgesamt ist die diesjährige Aufführung von Winnetou II spannend, temporeich und emotionsgeladen inszeniert, und das neue Ensemble knüpft an die vergangenen Erfolge an. Neben den Stärken müssen aber auch die Schwächen betont werden, und die gilt es, im nächsten Jahr auszubessern. Die künstlerische Leitung wäre gut beraten, mehr noch an den drei Hauptrollen zu arbeiten, oder wenn möglich sogar eine Umbesetzung vorzunehmen und die Schauspieler aus dem vergangenem Jahr wieder zu verpflichten. Außerdem wäre etwas mehr Romantreue wünschenswert, so dass man die Vorlage von Karl May wenigstens in Ansätzen wiedererkennen kann.

Bühne: durch die Neuerungen – die Bühne und der Zuschauerraum wurden vollständig überdacht – ist die Bühne nun wesentlich kleiner geworden. Man kann sie gar nicht mit der alten Naturbühne vergleichen. Aber trotzdem bietet die neue Bühne auch neue Möglichkeiten, und die einzelnen Szenen können sehr schön gestellt werden. Das neue Konzept scheint aufzugehen: da bei jeder Wetterlage gespielt werden kann, sind die Vorstellungen nicht nur gut besucht, sondern es sind bereits weitaus höhere Besucherzahlen vorzuweisen, als in den vergangenen Jahren.

Fotos: Winnetou Web Austria

Bild von Bianca Senft-Werfring aus Beitrag Winnetou reitet regensicher auf regionaut.meinbezirk.at

Das ist sie also – die neue Bühne in Winzendorf. Hier auf dem Bild befindet sie sich noch in der letzten Bauphase, aber man erkennt schon jetzt den Unterschied zu vorher. In Winzendorf rühmt man sich, dass man die erste überdachte Karl-May-Bühne überhaupt geschaffen hat. Jedoch scheint man dabei völlig außer acht gelassen zu haben, dass Liebhaber von Freilichtbühnen gar keine überdachten Bühnen wollen. Und wie man bereits auf diesem Bild erkennen kann, hat die neue Winzendorfer Bühne ihren ursprünglichen Reiz fast zur Gänze verloren. Die Bühne ist jetzt viel kleiner, der Ausblick auf die schönen Felsen ist fast verschwunden, und man kommt sich vor wie in einem Kinosaal. Wie dabei echtes Festspiel-Feeling aufkommen soll, bleibt zunächst noch ein Rätsel. Eines steht jedoch fest: wenn man in der Saison 2012 wieder die Fans begeistern will, muss auf der Bühne einiges geboten werden. Auf der neuen Website (ext. Link) gibt es erste Infos zum neuen Stück Winnetou II:

Wer wird die Jagd nach dem Indianergold gewinnen? Parranoh mit seiner mexikanischen Banditenbande, der aus reiner Habgier handelt oder Ribanna, die mit Winnetou und Old Shatterhand ihr Indianervolk retten will.

Diese spärliche Inhaltsangabe lässt schreckliches erahnen. Parranoh und eine mexikanische Banditenbade und eine Jagd nach Indianergold? Es ist also eine sehr freie Inszenierung zu erwarten, die außer den Namen der Helden wahrscheinlich nichts mehr mit Karl Mays Winnetou II gemein haben wird. Es kommt sogar noch dicker: ersten Gerüchten zufolge gibt es ein Happy End für Parranoh und Ribanna, die am Ende verliebt von der Bühne reiten werden. Wenn das stimmt, stellen sich jedem Karl May Fan die Nackenhaare auf, und in Winzendorf muß man sich auf viel böse Kritik vorbereiten.

Diese Story wäre nämlich ein absolutes Nein. In Karl Mays   Winnetou II  rettet Old Shatterhand bei einem Ölbrand einem Jungen das Leben. Später erfährt er, dass dieser der gemeinsame Sohn von Old Firehand und Ribanna ist. Doch Ribanna wurde vor Jahren von Parranoh ermordet. Winnetou, der seinerzeit auch in Ribanna verliebt war und Old Firehand haben Parranoh Blutrache geschworen. Es kommt nun zu einem Wiedersehen mit dem verhassten Feind, als dieser mit seinen Indianern einen Überfall auf ein Soldatenlager plant. Soviel zum eigentlichen Inhalt aus Winnetou II, welcher im Übrigen nur einen Teil des gesamten Buches ausmacht. Da Ribanna bereits Jahre tot ist, und da Old Shatterhand die Details nur aus den Erzählungen seiner Freunde erfährt, muß man ohnehin schon sehr frei inszenieren, wenn man Ribanna als wesentliche Figur im Stück auftreten lassen will. Das wäre ja auch ok, und dann müsste man eine sehr dramatische Inszenierung auf die Bühne bringen, wo Ribanna am Ende von Parranoh ermordet wird. Aber ein Happy End für die beiden geht gar nicht. Warten wir ab. Noch ist die Saison 2012 noch nicht eröffnet, und vielleicht gibt es ja doch noch ein paar Überraschungen.

Auf Facebook sind weitere Fotos von der Bühne zu sehen:  HIER klicken – ext. Link und HIER – ext. Link

Dreimal war Helmut Urban bereits in Winzendorf als Old Shatterhand zu sehen. Und in der diesjährigen Saision wird er wieder in seine Lieblingsrolle schlüpfen – allerdings in Deutschland bei den süddeutschen Karl-May-Spielen in Dasing in der Nähe von Augsburg. Peter Görlach, der in den Gründungsjahren von Gföhl den Winnetou verkörperte, holte Urban in sein Ensemble für seine Inszenierung von “Unter Geiern”. Bevor Helmut Urban im April für ein halbes Jahr nach Deutschland geht, kann man ihn noch im März im Wiener Theater Center Forum in der Hauptrolle der Komödie “Die Straßen der Masken” sehen. Helmut Urban ist eigentlich gelernter Hufschmied und kam über seine Liebe zu Pferden zur Karl-May-Bühne in Weitensfeld in Kärnten und war später über mehrere Jahre Mitglied im Karl-May-Ensemble in Gföhl und die letzten 4 Jahre in Winzendorf, wo er in der vergangenen Saision als Bösewicht Rattler brillierte.  Neben den großen Auftritten auf den Karl-May-Bühnen sieht man Urban auch in kleineren Kabarettstücken und verschiedenen Theateraufführungen, wie aktuell mit dem Ensemble-19 in “Die Straße der Masken”. Und um das Bild abzurunden sei noch erwähnt, dass er auch bereits bei einigen Kino- und TV-Produktionen wie “Kronprinz Rudolf” von Robert Dornhelm mitgewirkt hat und Erfahrungen als Hörspiel-Sprecher vorweisen kann.

Letztes Jahr hatte Helmut Urban noch während der Saison in Winzendorf starke Beinschmerzen und war deshalb in ärztlicher Behandlung. Die Situation verschlimmerte sich, als er kurz nach der Karl-May-Saison stürzte. Nun musste er sich einer schweren Knie-Operation unterziehen mit anschließender Rehabilitation, die bis Dezember andauerte. Die Folge: seine Auftritte in der Komödie “Bei Madame Katja” (Ensemble-19) und beim Kabarett “Die Giftzwerge” musste er absagen – ein schwerer Schlag für den 40-jährigen. Inzwischen ist Urban aber wieder ganz genesen und freut sich auf die Premiere am kommenden Freitag mit dem Ensemble-19 in der Komödie “Die Straße der Masken”. Unmittelbar danach geht es für ihn dann nach Deutschland, wo er sich endlich wieder seiner Lieblingsbeschäftigung widmen darf – Karl May spielen. Wir wünschen ihm für die nächsten Wochen in Wien und für die Zeit bei unseren Lieblingsnachbarn alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Bildernachweis: Helmut Urban, mit freundlicher Genehmigung von Edith Dörfler

Kartenreservierung  DIE STRASSE DER MASKEN – hier klicken!

Karl-May-Spiele in Dasing

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